Merkur
Künstler: Giovanni da Bologna
Höhe: 134 cm
Bronze, Wachsausschmelzverfahren
Auflage: 6
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Exposé
Der Gott Merkur (Mercurio) ist die römische Entsprechung des griechischen Hérmes. Er gilt als Götterbote, einerseits der Schutzgott der Wege, des Verkehrs, der Wanderer, der Kaufleute und der Hirten, ist aber auch andererseits der Gott der Redekunst, der Gymnastik und somit auch der Palästra (eine mit Sand bedeckte Fläche für die Ringkämpfe) und der Magie. Er gehört zu den Olympiern.
Kaum ist Hérmes in einer Höhle des Berges Kyllene in Arkadien zur Welt gekommen, erfindet er die Leier – er baut sie aus dem Panzer einer Schildkröte! – Gleich darauf, Schnelligkeit begleitet ihn vom ersten Tage an, stiehlt er seinem Bruder Apollon eine Rinderherde. Gegen Abgabe der Leier darf er die Herde behalten. Apollon schenkt ihm auch seinen goldenen Zauberstab, mit dem Hérmes künftig den Schlaf und die (von ihm gewollten) Träume bringen kann.
Hérmes ist es, der den Sterblichen die Botschaft der Götter nicht nur überbringt, sondern sie dabei auch übersetzt. Seine Botschaften sind damit also keine bloßen Mitteilungen, sondern fordern Einsicht und Verständnis. Deshalb wird die Wissenschaft vom „Erklären und Verstehen“ auch als Hermeneutik bezeichnet.




